1. Jour Fix der Männerpartei – Ost (Wien) am 18.9.2014 (Nachlese)

Der Abend begann um dreiviertel Sechs. Zur Vorbereitung hatten sich Mario und ich bereits eingefunden. Es war aber nicht viel zu tun. Aufgrund der eher geringen Zahl an Anmeldungen war eine Umstellung der Tische nicht erforderlich. Nachdem die ersten Teilnehmer eingetroffen waren, haben wir dieser erstmals begrüßt und uns ihnen vorgestellt. Fast pünktlich begannen wir die Veranstaltung und zu unserer Überraschung waren dann doch schon acht Leute gekommen,  zu denen sich auch noch zwei weitere später dazu gesellten.  Auch Diversität war vorhanden, da auch Menschen die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind,  sich für uns interessierten.  Es war sehr schön zu sehen, dass unser Auftritt so vielfältig angenommen wurde.  Der Slogan „Für die bisher ignorierten Problemen von ALLEN Männern“ hatte Früchte getragen.

Josef eröffnete mit seinem Werdegang zur Partei, einer Erklärung zu Absichten und Entwicklung der Partei.  Danach präsentierte Mario den Aufbau,  die Aktivitäten und die Ziele der Partei. Dabei ging er besonders auf die für uns sehr wichtige Frage der Unterstützungserklärungen ein.  Daraus entwickelte sich dann im Anschluss eine Diskussion wie diese doch sehr starke Hürde in Wien zu nehmen wäre.  Das viele Menschen nur schwer zu bewegen sind in ein Bezirksamt zu gehen und dort eine Unterschrift für die „Männerpartei“ abzugeben war allen klar. Ob aber nur Straßenaktivität oder auch das Hoffen das die versprochenen Abgaben von Unterschriften zum Wahlantritt auch von vielen Sympathisanten der Partei gemacht werden,  wurde sehr kontrovers diskutiert.  Wortmeldungen der übrigen Anwesenden waren aber durchwegs positiv und bestärkend.

Dann wurde die Wahl in Vorarlberg angesprochen und die Chancen und Risiken erörtert. Die enorme Leistung der Gruppe im „Ländle“ wurde hervorgehoben und ein Vertreter eines Vereins lobte besonders die Pressearbeit dort.  Das ein klares Signal aus Vorarlberg an alle Männer schon jetzt vorhanden war, bestritt niemand. Allerdings hoffen viele auf einen echten Wahlerfolg und endlich auch ein Mandat für alle entrechteten männlichen Menschen,  vom Schutz der Kinder bis zur Absicherung der Senioren.
Es machte den Eindruck, dass der Zuspruch zu unserer politischen Aktivität, unserem Programm und unseren Zielsetzungen eine  größere Reichweite haben könnte, als wir dachten.  Der Leidensdruck im zufällig männlich geborenen Teil der Bevölkerung hat offenbar stark zugenommen. Dies wurde auch dadurch bestärkt, als ein Teilnehmer den Fakt darlegte, dass die Wegweisung jetzt auch die Trennung von den Kindern beinhalten würde.  Die Nähe der Kinder durfte nicht mehr aufgesucht werden.  Ein unglaublicher Skandal. Die Differenzen zwischen den Partnern, die oft sogar gegenseitige Gewalt beinhalten, aber nur der Mann aus dem eigenen Heim gewiesen wird, wird auf die Kinder übertragen.

Danach erzählte ein schwer betroffener Mann von seinen Erfahrungen mit dem Entsorgesystem in Österreich.  Er schilderte,  dass er nicht nur aufgrund reiner Behauptung von Gewalt durch die Partnerin sofort aus seinem Haus geworfen wurde,  noch dazu „floh“ die Frau und die Kinder ins Frauenhaus. Womit das Haus über Wochen leer stand.   Interventionen bei allen behördlichen Stellen blieben fruchtlos.  Auch dieser Elternteil darf seit einem Jahr seine Kinder nicht mehr sehen.  Was das bedeutet können viele moderne junge Männer leicht nachvollziehen, wenn diese sich vorstellen, dass sie ihre gesamte Fürsorge , egal wie viel Zeit sie mit den Kindern verbracht haben, in Österreich nicht zählt und nicht nur die primäre Obsorge  fast immer der Mutter zugeordnet wird, sondern auch das Besuchsrecht aufs Minimum einschränkt wird. So  als ob es die gemeinsame Zeit mit den Kindern nie gegeben hätte.  Aber er als Geldautomat darf der entsorgte Elternteil sehr wohl dienen.

Den Abschluss bildeten die Schlussworte  von mir, bei denen ich allen Anwesenden dankte und appellierte diesen durch Mario vorgestellten Absichten eine politische Stimme zu geben und mitzuhelfen, die durch den betroffenen Elternteil eindringlich illustrierten Missständen zu beseitigen.

Wir fanden alle, dass es ein gelungener Abend war und freuen uns schon sehr auf den nächsten Jour Fixe.  Mit dieser hoffnungsfrohen Perspektive gingen wir alle heim.

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